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Fotoalbum

Seattle, Washington 2007

Wochenendreise vom 1. bis zum 3. September 2007 nach Seattle, Washington inklusive Tagesausflug zum Japanischen Garten in Portland, Oregon.

2007 September 1 2 3

Aquarium (130) Erica (29) Portland (157) Ruben (17) Seattle (387)

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Marketing-Magie

Eine erfolgreiche Werbekampagne brachte tausende Reichtumssuchende durch Seattle auf ihrem Weg zum Klondike. Geschäfte in Seattle reagierten darauf und die Wirtschaft der Stadt erwachte.

Reastus Brainerd

Am 30. August 1897 bildete die Handelskammer ein Informationsbüro um Seattle als die Schnittstelle zum Klondike bekannt zu machen und Anstrengungen anderer Städte an der Westküste zu untergraben. Erastus Brainerd wurde zum Anführer dieser Gruppe benannt. Er nahm diese neue Rolle mit Energie und Begeisterung an.

Er pries Seattle als den einzigen Ausrüstungsort für den Klondike an. Er platzierte Anzeigen in Zeitungen überall im Land. Der Seattle Post-Intelligencer druckte für ihn 115.000 Kopien einer "Klondike Sonderausgabe" und er versand diese an Leiter von Poststellen, Herausgeber von Zeitungen, Bibliothekare, Bürgermeister, Stadträte und Eisenbahnarbeiter im ganzen Land.

Er bat Einwohner der Umgebung, Briefe an Freunde im Osten des Landes zu schreiben und Seattle zu preisen. In einem Zeitalter bevor Radio, Fernsehen und Internet verfolgte er Zeitungsmeldungen überall im Land und reagierte schnell mit einem "Brief an die Redaktion" auf negative Meldungen.

Vom Nugget zum Dollar

Für sechs Monate pries Brainerd erfolgreich Seattle an. Im März 1898 nahm er eine neue Aufgabe an - in Washington D.C. für die Einrichtung eines Goldbüros zu werben. Ein Goldbüro wandelt das Gold der Schürfer in Geld um. Die Handelskammer von Seattle begründete den Bedarf nach einem solchen Büro damit, daß die heimkehrenden Goldsucher mehr Geld in der Stadt ausgeben würden, was der Wirtschaft der Stadt gut tun würde.

Brainards Anstrengungen zahlten sich aus und im Juni 1898 verabschiedete der Kongreß ein Gesetz zur Einrichtung eines Goldbüros in Seattle. In einem zweigeschößigen Gebäude am Stadtrand nahm das Regierungsbüro mehr als $1 Millionen in Gold auf.
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Ein Brief der Handelskammer von Seattle and Gouverneure und Bürgermeister mit der Bitte, Schätzungen über die Zahl der Klondike-Teilnehmer zu übermitteln. Der Brief fragt außerdem über den Informationsstand über das Leben in den Goldfeldern und welche lokalen Medien sich am Besten für Werbung der Handelskammer von Seattle eignen würden.
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Empfehlungsschreiben von Goldsuchern von der Ostküste und aus England die ihre Mannschaften in Seattle ausgerüstet haben.
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Artikel von Erastus Brainerd wo er die offensichtlichen Vorzüge der Wahl von Seattle zur Ausrüstung und Abfahrtshafen hervorhebt. Die Stadt ist ein bedeutender Fertigungsstandort; Endpunkt für drei Transkontinentalle Eisenbahnen; Tiefwasserhafen; Erfahrung in der Ausrüstung von Minenarbeitern.
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Goldprüfung

Goldprüfung ist der Prozeß der Untersuchung des Erzes und der Beurteilung des Metallgehalts und damit des Wertes. Die am meisten verbreitete und verlässliche Methode ist die Feuerprobe. Variationen dieser Probe wurden im Altertum entwickelt. Die Feuerprobe wurde während des Goldrausches benutzt und ist auch heute noch die verbreitete Methode.

Bis 1902 hatte das Seattle Goldbüro $174 Millionen in Gold verarbeitet. Sinkende Goldbestände führten 1935 zur Schließung der Dienststelle.
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Diese Artikel wurden in Seattle als Teil der Goldwertbestimmung benutzt.

1. Mörser
Eine Goldprobe wurde im Mörser unter sehr hoher Temperatur geschmolzen.

2. Zange
Der heiße Mörser wurde vorsichtig mit der Zange aus dem Ofen entfernt.

3. Muffelofen

4. Königsform
Ein rundes Stück Gold, genannt "König" wurde geformt, indem das geschmolzene Gold in die Königsform gegeben wurde. Der König wurde für den Rest der Wertbestimmung benutzt.
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Rechts ist noch der Muffelofen zu sehen.
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Goldbarrensiegel.
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1898 war der typische Preis für die Fahrt nach Dyea, Alaska mit dem Dampfschiff $25 - $550 in 2005-Dollar.
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Anzeige in der Zeitung für die Fahrt mit dem Dampfschiff "Utopia" von Seattle nach Skaguay und Dyea.
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Modell eines Ticketschalters für die Fahrt nach Alaska.
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Seattle Ausrüster und die Goldsucher

Es wird geschätzt, daß 70 Prozent der 100.000 Klondike Goldsucher durch Seattle kamen. Als Folge davon blühten viele Arten von Geschäften auf und belebten die lange flaue Wirtschaft. Unternehmer produzierten und verkauften eine große Bandbreite von Klondike-Produkten - einige nützlich, andere nicht. Eine Zahl von Geschäften verkauften komplette Klondike-Ausrüstungen.
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Routen zum Klondike

Erst einmal ausgerüstet mußten sich Goldsucher mit der Ausrüstung zum Klondike begeben - mehr als 1.200 Meilen Luftlinie und sehr viel weiter auf den möglichen Wegen. Drei Wege herrschten vor: Über Wasser, über Wasser und Land und über Land durch Kanada.
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Routen zum Klondike

Wasser und Land-Routen

The Mehrzahl der Goldsucher reiste mit dem Dampfschiff von der Westküste durch die Inside Passage zu einer der Ortschaften in Alaska und setzte dann über Land bis zum Yukon die Reise fort. Die meisten gingen nach Skagway und Dyea. Von dort aus überquerten sie zu Fuß die Berge an der Küste und per Boot dann weiter in die oberen Ausläufer des Yukon Flußes nach Dawson City. Einige reisten von Haines über den Dalton Trail. Wieder andere reisten von Wrangoll den Skikine Fluß hoch. Die sogenannte "All American" Route von Valdez aus erforderte die Überquerung von Meilen und Meilen von Gletschern, die nicht in Karten verzeichnet waren.
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Es gab auch einen Nur-Land-Weg, dessen Beschreibung ich aber nicht auf dem Foto entziffern kann.
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Nur-Wasser Route

Diese Route war körperlich am wenigsten schwierig und die teuerste. Aus diesem Grund wurde sie als "Reichen-Route" bekannt. Ein seetüchtiger Dampfer nahm Goldsucher nach St. Michael, Alaska in der Nähe der Mündung des Yukon Flußes. Dort stiegen die Goldsucher auf Flußboote um und führten ihre Reise den Yukon hoch nach Dawson City fort. Die meisten Goldsucher, die diese Route im ersten Herbst des Goldrausches genommen haben blieben im gefrohrenen Yukon Fluß stecken für den Winter stecken. Sie konnten erst sechs Monate später, nachdem der Fluß aufgetaut war, ihre Reise nach Dawson fortsetzen.
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